UX Design Awards 2022 ➜ Jetzt registrieren!Teilnahmeinformationen Fristen & Termine // Talent Track: Award Winners | Jane Park am 27. Oktober

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Design

Hanna Harkawy

Jahr

2021

Kategorie

New Talent

Land

Polen

Hochschule

Academy of Fine Arts in Katowice

Lehrende

Agnieszka Fujak

»Seit Jahrhunderten ist die Verwendung von Weihwasser aus Weihwasserbecken ein wichtiges christliches Ritual. Der hygienische Weihwasserbehälter ermöglicht es Gläubigen, an diesen traditionellen Interaktionsmustern festzuhalten. Gleichzeitig entspricht er den aktuellen hygienischen Anforderungen einer post-pandemischen Welt. Artefakte zu aktualisieren, ohne die Nutzungsmuster zu verändern, ist eine ungewöhnliche Herausforderung für Designer:innen. Die Jury würdigt diesen Entwurf dafür, dass er die symbolische und rituelle Erfahrung bewahrt.«

Markus Turber

Drei Fragen an das Projekt-Team

Wo lag unter UX-Gesichtspunkten die besondere Herausforderung des Projekts?
Bei den Interviews mit Vertretern der Zielgruppe stellte sich heraus, dass ein wesentlicher Aspekt bei der Verwendung des Weihwassers darin besteht, die Hand in den Behälter zu stecken. Die Art und Weise der Beschaffung des Weihwassers hat einen symbolischen Wert und zeigt den Respekt vor seiner Heiligkeit. Die gestalterische Herausforderung bestand darin, den traditionellen Gebrauch des Weihwassersgefäßes, der die Essenz dieser Erfahrung darstellt, zu ermöglichen und gleichzeitig Hygiene und Sicherheit für die Benutzer zu gewährleisten.

Was war Ihr persönlicher Höhepunkt im Entwicklungsprozess? Gab es einen Aha!-Moment, gab es einen Tiefpunkt?
Der Höhepunkt im Entwurfsprozess war das Führen von ausführlichen Interviews mit Spezialisten auf dem Gebiet der Theologie. Die Präsentation der bestehenden Konzepte und die Diskussion darüber ermöglichten es mir, zu einer Lösung zu gelangen, die, dem Glauben entsprechend, die Eigenschaften des Weihwassers nicht beeinträchtigt und gleichzeitig dessen Reinigung ermöglicht. So entstand das Konzept eines Mechanismus, der das Weihwasser mit Hilfe von UV-Licht reinigt.

Wo sehen Sie sich und das Projekt in den nächsten fünf Jahren?
Die Welt hat unter dem Einfluss der Pandemie begonnen, sich schnell zu verändern und an neue Bedürfnisse anzupassen, deshalb hoffe ich, dass das Projekt "Hygienic Stoup" in Zukunft eine Chance hat, umgesetzt zu werden. Es ist ein gutes Beispiel dafür, wie Tradition und Religion auf die moderne Welt und neue Technologien treffen und dabei unter Beibehaltung des Sinns für Ästhetik und des Respekts für heilige Aspekte. Was mich betrifft, so hoffe ich, dass ich auch in Zukunft an Projekten arbeiten werde, die auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Nutzer eingehen und ihre Lebensqualität verbessern.