UX Design Awards 2022 ➜ Jetzt registrieren!Teilnahmeinformationen Fristen & Termine // Talent Track: Award Winners | Jane Park am 27. Oktober

UX Design Awards 2022 ➜ Jetzt registrieren!Teilnahmeinformationen Fristen & Termine // Talent Track: Award Winners | Jane Park am 27. Oktober

Design

Joep van Stijn, Julia de Jong, Natalie Wochner, Patrick Busser, Renzo Vonk, Tian Yuan

Jahr

2021

Kategorie

New Talent

Land

Niederlande

Hochschule

TU Delft

Lehrende

Dr. ir. Jan Carel Diehl, ir. Wim Wijdeveld

Drei Fragen an das Projekt-Team

Wo lag unter UX-Gesichtspunkten die besondere Herausforderung des Projekts?
Universitäten in Subsahara-Afrika haben nicht die Ressourcen, um genügend medizinische Geräte für Ausbildungszwecke bereitzustellen. Auch wenn wir den Preis für das WeScope deutlich gesenkt haben, können wir nicht davon ausgehen, dass jeder Student ein eigenes hat. Es wird die Norm bleiben, dass sich die Schüler ein Mikroskop teilen. Dies ist ein Problem bei zusammengesetzten Mikroskopen, da immer nur ein Schüler in das Okular schauen kann. Das WeScope hat einen integrierten Bildschirm, der es mehreren Personen ermöglicht, die Probe zu betrachten. Um die Teamarbeit und den Unterricht zu erleichtern, gibt es die Möglichkeit, einen Projektor anzuschließen. Wir planen auch, einen Live-Stream des Bildes auf die Telefone der Schüler zu ermöglichen, damit alle im Klassenzimmer die Probe gleichzeitig betrachten können.

Was war Ihr persönlicher Höhepunkt im Entwicklungsprozess? Gab es einen Aha!-Moment, gab es einen Tiefpunkt?
Zu Beginn des Projekts planten wir, PMMA (Polymethylmethacrylat) als Grundstruktur zu verwenden, da es lokal verfügbar und relativ günstig ist. Wir erwarteten, dass es robuster und langlebiger als Holzplatten sein würde. Aufgrund seiner Materialeigenschaften stellte sich jedoch heraus, dass es sehr empfindlich auf Vibrationen reagierte, was die Bildqualität deutlich verschlechterte. Dies war ein unerwarteter Moment und wir brauchten schnell eine alternative Lösung. Wir kamen auf die Idee, Aluminiumprofile zu verwenden, die sich in Bezug auf Stabilität und Modularität als sehr geeignet für das WeScope erwiesen.

Wo sehen Sie sich und das Projekt in den nächsten fünf Jahren?
Für das kommende Jahr planen wir einige kleinere Verbesserungen am WeScope vorzunehmen. Dazu gehören die Optimierung der Wärmeableitung und die Reduzierung von Schrauben und 3D-Drucken, um Montagezeit zu reduzieren. Außerdem möchten wir die Produktionsprozesse optimieren und die Reparierbarkeit intuitiver gestalten. Die weitere Entwicklung beinhaltet die Erstellung einer Strategie für die Fertigung und Logistik. Wir hoffen, bis 2022 mit einer Produktion im kleinen Maßstab in Kenia beginnen zu können. Innerhalb von fünf Jahren erwarten wir, dass das WeScope an den Universitäten in Subsahara-Afrika weit verbreitet sein wird.